Der Kauf einer Immobilie ist für viele ein großer Schritt, emotional wie finanziell. Oft liegt der Fokus ganz klar auf dem Kaufpreis. Doch daneben fallen Nebenkosten an, die schnell mehrere zehntausend Euro ausmachen können. Wer sie nicht von Anfang an einplant, gerät unnötig unter Druck. Dieser Beitrag gibt dir eine kompakte Orientierung, womit du rechnen solltest und wo häufig Überraschungen lauern.
Kaufnebenkosten: Mehr als nur der Kaufpreis
Beim Immobilienkauf gilt eine einfache Faustregel: zusätzlich zum Kaufpreis solltest du etwa 10–15 % für Nebenkosten einplanen. Diese setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die je nach Bundesland und Kaufart variieren können.
Grunderwerbsteuer – der größte Kostenblock
Die Grunderwerbsteuer fällt bei jedem Immobilienkauf an und richtet sich nach dem Kaufpreis. Je nach Bundesland liegt sie aktuell zwischen 3,5 % und 6,5 %. Viele unterschätzen diesen Betrag, weil er sofort fällig wird und nicht immer vollständig mitfinanziert werden kann. In Baden-Württemberg beträgt der Steuersatz 5 %.
Notar- und Grundbuchkosten – Pflicht, aber oft vergessen
Ohne Notar kein Immobilienkauf. Für Kaufvertrag, Grundbucheintrag und Eigentumsumschreibung fallen zusammen etwa 1,5–2 % des Kaufpreises an. Diese Kosten sind gesetzlich geregelt – hier gibt es also keinen Spielraum, aber Planungssicherheit.
Maklerprovision – abhängig vom Kaufobjekt
Wird die Immobilie über einen Makler vermittelt, fällt zusätzlich eine Maklerprovision an. Bei Wohnimmobilien wird diese in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. In Baden-Württemberg beträgt die übliche Gesamt-Maklerprovision beim Immobilienkauf 7,14 % des Kaufpreises (inkl. 19 % MwSt.).
Zusatzkosten, die viele nicht einplanen
Neben den klassischen Kaufnebenkosten gibt es weitere Ausgaben, die häufig überraschen:
- Gutachterkosten (z. B. bei älteren Immobilien)
- Finanzierungsnebenkosten (Bereitstellungszinsen, Schätzkosten)
- Renovierungen & Modernisierungen nach dem Kauf
- Umzugskosten & neue Einrichtung
Gerade bei Bestandsimmobilien lohnt es sich, hierfür ein finanzielles Polster einzuplanen.
Gute Planung schafft Sicherheit
Die gute Nachricht: Mit einer realistischen Kalkulation lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Wer frühzeitig alle Nebenkosten kennt, kann Finanzierung, Eigenkapital und monatliche Belastung sauber aufeinander abstimmen.
Unser Homies-Tipp:
Lass dir vor dem Kauf eine vollständige Kostenübersicht erstellen – individuell auf deine Situation zugeschnitten.
Fazit: Wissen spart Geld – und Nerven
Nebenkosten gehören zum Immobilienkauf dazu. Wer sie kennt und richtig einplant, kauft entspannter und sicherer.
Die Homies begleiten dich dabei – von der ersten Idee bis zum Einzug. Du willst wissen, wie hoch die Nebenkosten bei deiner Wunschimmobilie konkret ausfallen? Sprich mit den Immo-Homies und wir rechnen das gemeinsam durch.